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Das Ritual der Seelenbindung
Das Ritual der Seelenbindung
Das Ritual der Seelenbindung
1. Ursprung

Das Ritual der Seelenbindung entstammt einem etwa zwanzigtausend Jahre alten Grimoire aus den sogenannten Vorzeitaltern – einer Epoche, in der Hexen erstmals Bündnisse mit Dämonen, Göttern und Gestaltwandlern eingingen, um Sterblichkeit, Einsamkeit und die Grenzen ihrer Macht zu überwinden. Das Grimoire gilt als älter als jede bekannte Kultur und entzieht sich gängigen zeitlichen Zuordnungen. Die darin verwendete Schrift ist keine Sprache im herkömmlichen Sinn, sondern eine gelebte Formel: Bedeutung, Wille und Wirkung sind untrennbar miteinander verwoben.

2. Voraussetzungen

Für die Durchführung ist ein geweihter Ritualkreis erforderlich, gezogen aus Salz, Blut, Asche und uralten Runen. Eine Athame – ein Ritualdolch – muss bereits im Vorfeld mit persönlicher und magischer Energie aufgeladen worden sein. Von beiden Beteiligten wird jeweils eine Haarsträhne benötigt, als Träger der individuellen Essenz. Unerlässlich ist zudem die freiwillige Zustimmung beider Parteien: Jede Form von Zwang führt nicht zu einer Bindung, sondern zu einem gewaltsamen Zerreißen der Seele.

3. Ablauf

Aktivierung
Zu Beginn entfesselt die Hexe oder der Hexer eine konzentrierte Welle roher Magie, die den Ritualkreis zum Leuchten bringt. Ein Summen oder Gesang in der toten Ursprache folgt, wodurch die Runen erwachen und der Kreis vollständig aktiviert wird.

Gesangstext
Esh’kara vel inthar —
suvath el narúm,
karesh dôr thal-esh.

Invaleth serúm-ara,
mal’kor ien vel drash,
suviel na-thar…


Blutopfer
Mit der Athame wird das eigene Handgelenk seitlich angeritzt. Das austretende Blut tränkt die vorbereitete Haarsträhne und verankert die persönliche Essenz im Ritual.

Verflechtung
Die blutgetränkte Haarsträhne wird nun mit jener des Partners – sei es Dämon, Gott oder Gestaltwandler – fest miteinander verflochten. In diesem Moment lösen sich Funken und Runen aus dem Kreis, lösen sich von Stein und Erde und setzen sich wie lebendige Zeichen auf Haut und Seele der Beteiligten.

Die Bindung
Magische Runen kriechen über beide Körper und brennen sich als flüchtige, schmerzhafte Narben ein. Gleichzeitig lösen sich äußere Bannungen, Ketten oder Fesseln, da die neu entstehende Verbindung jede vorherige Bindung überschreibt und ersetzt.

Höhepunkt
Bänder aus Licht winden sich um beide Wesen und ziehen sie unaufhaltsam zueinander. Für einen flüchtigen, aber unauslöschlichen Moment hören und fühlen beide den Herzschlag des anderen in der eigenen Brust – ein Echo, das fortan niemals verstummt. Schließlich entlädt sich eine gewaltige Druckwelle, und die freigesetzte Magie bricht nach außen.

4. Effekte

Nach Vollendung des Rituals entsteht eine permanente telepathische Verbindung, die den Austausch von Gedanken, Gefühlen und fragmentarischen Erinnerungen erlaubt. Beide Partner sind jederzeit in der Lage, den Aufenthaltsort des anderen zu spüren. Zudem wird ein absoluter Schutz etabliert: Der gebundene Partner ist unfähig, der Hexe oder dem Hexer Schaden zuzufügen – selbst unbeabsichtigt.

Der Machttransfer verläuft in beide Richtungen. Der Dämon, Gott oder Gestaltwandler absorbiert magische Angriffe und wird durch sie gestärkt, während die Hexe oder der Hexer erweiterte Sinne sowie einen Teil der fremden Kraft erhält. Das sogenannte Herz-Echo manifestiert sich dauerhaft: Jeder trägt den Herzschlag des anderen in sich, als ständige Erinnerung an das bestehende Band.

5. Konsequenzen

Die Seelenbindung ist von endgültiger Natur. Sie ist absolut unlösbar; kein Ritual, keine Macht und kein Wesen vermag sie zu brechen. Stirbt einer der beiden, zerbricht die Seele des anderen und beginnt unaufhaltsam zu verfallen. Unmittelbar nach der Durchführung sind beide Seiten stark erschöpft und für mehrere Tage in ihrer Magienutzung erheblich eingeschränkt. Auf kosmischer Ebene wirkt das Band wie ein Leuchtfeuer: Engel, Dämonen und alte Götter können seine Existenz spüren, selbst über große Distanzen hinweg.